Startseite >> Neuigkeiten >> Aktive Ansichten eines Passivtänzers [Bericht zum Neujahrsempfang 2013 des TC Ludwigshafen Rot-Gold e.V.]
Aktive Ansichten eines Passivtänzers [Bericht zum Neujahrsempfang 2013 des TC Ludwigshafen Rot-Gold e.V.]

Der Neujahrsempfang des TC Ludwigshafen Rot-Gold gehört mittlerweile zu einer Traditionsveranstaltung im Kalender unseres Clubs. Aber wer meint hier eine Routineveranstaltung mit Standardprogramm zu erleben der irrte. Mit viel Herzblut und Kreativität organisierte unser Vorstand zusammen mit vielen Helfern einen eindrucksvollen Mittag, der einen breiten Bogen in der Welt des Tanzens umspannte und keinen der begeisterten Anwesenden enttäuschte. Nach kurzer Begrüßung durch unsere neue Vorsitzende Sabine Hoffmann (ehemals Scheller!) - nebst gemeinsamem Anstoßen auf das neue Jahr - folgte schon gleich das erste Ausrufezeichen.

Die Kinder-Gruppe „Melody“, unter der Leitung von Bärbel Eichhorn, zeigte ihre preisgekrönte „Space-Performance“ die mit beeindruckender Synchronizität und Akrobatik begeisterte. Direkt im Anschluss tanzte die Jugendgruppe „Impuls“ eine Hommage an „Wolfgang Amadeus“, eine Choreographie mit Bezug zum berühmten Virtuosen Mozart, die den Spagat zwischen unterschiedlichen Musik- und Tanzstilen wagte und ihr Publikum in den Bann zog. Und zum Abschluss der kleinen „Bärbel Eichhorn Trilogie“ - sie trainiert alle genannten Tanzgruppen und entwarf die Choreografien - zeigte der Musical-Dance Kreis, dass Tanzen auch Cineasten begeistern kann: Verschiedene Themen des berühmtesten Geheimagenten entführten die Zuschauer in die Welt von Agenten und skrupellosen Verbrechern, rasant umgesetzt durch den Hobbykreis „Musical Dance“.

Zurück in der Welt des Clubs präsentierten sich die Turnierpaare den Anwesenden. Speziell die vielen Hobbytänzer begeistern sich immer wieder besonders an den Darbietungen unserer „Profis“. Diesmal vertreten durch Michaela und Richard Erny, unserem neuen Rohdiamanten vom Rot-Gold, die bereits Ihre ersten Turniererfolge vorweisen können. Sie schwebten übers Parkett und ich möchte nicht wissen, wie viele der staunenden Zuschauer sich gefragt haben: „Warum kriege ich das denn nicht halbwegs so schön hin? – sieht doch ganz leicht aus!“

Nicht alltäglich und sichtbar überraschend für die Ausgezeichneten verlief die Ehrung zum „Paar des Jahres“. Mit dieser Ernennung soll nicht nur sportlicher Einsatz und Erfolge gewürdigt werden, sondern speziell auch soziales, ehrenamtliches Verhalten in und um unseren Verein, wie Laudator Dieter Lebert in seiner Ansprache betonte. Ursula Krieg und Andreas Steinhoff überzeugten den Stiftungsrat neben ihrer sportlichen Aktivität im Hobbykreis mit ihrem Einsatz bei vielen Veranstaltungen des Vereins und des Freiwilligentages der Metropolregion.

Im Anschluss wurde das Parkett geräumt, lediglich ein kleiner Tisch und Stuhl zeugten von einem außergewöhnlichen Auftritt. Und während das gespannte Publikum noch rätselte, betraten Franziska Scheffner und Justin Schnell die Bühne. „Showtanz“ beschreibt nur sehr nüchtern was folgte. Mit einer Kombination aus Tanz, Ballett, Akrobatik - vielleicht vergleichbar mit dem Paartanz als Variante auf dem Eis - „erzählten“ beide eine Liebesgeschichte. Mit spektakulären Hebe- und Drehfiguren konnten sie ihr Publikum immer wieder zu stürmischem Applaus animieren. Eine ausdruckstarke Vorstellung des jungen Paares, das Eindruck hinterließ.

Mit „Zumba“ machte Daniela Trieloff dann aus passiven Zuschauern aktive Gestalter des Programmes und brachte den Saal mit südamerikanischen Rhythmen in Schwung. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob meine Interpretation so Pate für die ursprüngliche Tanzvariante stand. Auf jeden Fall wurde viel Bewegungsenergie erzeugt und die wurde dann auch gleich wieder zugeführt!

Die Geschmäcker sind verschieden. Nirgends ist dieser Spruch so wahr wie beim Essen und der entsprechenden Präsentation. Somit kann ich nur meinen ganz persönlichen Eindruck und Geschmack wiedergeben, aber ich fand die Idee mit den kalten Platten und der Anreichung an den Tischen sehr gelungen. Statt in der Schlange zu stehen hatte man Zeit für die Darbietungen oder das Gespräch mit Freunden und die Umsetzung war mehr als überzeugend, ideen- und abwechslungsreich.

Und ideen- und abwechslungsreich könnte auch Pate gestanden haben bei der Auswahl der letzten Programmpunkte mit der die Veranstaltung dann so langsam zu Ende ging. Wobei „langsam“ sicher keinem in den Sinn kam, der das Schülerpaar der Rockin‘ Wormel bei ihrer Präsentation ihres Rock’n‘Roll Sportes beobachtete. Das junge Einzelpaar der Weltmeister(!)- Formation aus der Nibelungenstadt beeindruckte durch Präzision, Geschwindigkeit und einer für dieses Alter phänomenalen Ausdruckstärke und das bei einer neuen Kür, die erst in der Vorwoche abgeschlossen wurde. Zu Recht forderte das Publikum hier eine Zugabe, die die beiden jungen Tänzer nach einer kurzen Verschnaufpause auch bereitwillig gaben.

Dass ein Fahrrad als „Tanzpartner“ einen harmonischen Eindruck auf einer Tanzveranstaltung abgeben kann, hätte ich vor diesem Jahresauftakt auch nicht geglaubt. Aber Florian Blümmel als Vertreter des RC Friesenheim verband eine atemberaubende Akrobatik auf zwei Rädern mit ballettartigen Elementen, abgerundet durch musikalische Begleitung und sparsam aber treffend eingesetzte schauspielerische Akzente, die ich so noch nicht gesehen habe und die das Publikum faszinierte.

Vielen Dank an Alle, die diesen wunderbaren Jahresauftakt ermöglicht haben, ich freue mich schon auf Eure Ideen und Engagement im nächsten Jahr,

Euer „Passivtänzer“ Torsten Rykeit

P.S.: Unserer 4-jährigen Tochter hat es auch sehr gut gefallen – das wollte ich noch sagen!

 
 

Newsletter

Melden Sie sich jetzt zu unserem Newsletter an und bleiben sie stets informiert.